Flora und Fauna im Klimawandel

10 Fakten:

1. 60% der Wirbeltierpopulationen im Wasser und an Land sind seit 1970 (bis 2014) verloren gegangen. Verantwortlich dafür sind neben dem Bevölkerungswachstume vor allem der übermäßige Konsum von uns Menschen.

2. „Blauer Kohlenstoff“ bedeutet je mehr große Fische wie Thunfische oder Haie in unseren Weltmeeren schwimmen, desto weniger schädliches CO2 landet in der Atmosphäre.

3. 2019 lag der Schadholzanteil in Österreich aufgrund von Monokulturen und Klimawandel gegenüber dem 10-jahres Vergleich um 93% höher.

4. 93% der österreichischen Landesfläche wären ohne menschlichen Einfluss mit Wald bedeckt. Die Waldfläche in Österreich beträgt 48%, hiervon sind allerdings nur ein Viertel natürliche oder naturnahe Flächen.

5. Der Neusiedlersee wird zukünftig besonders von Trockenheit betroffen sein. Die Wasserstände sinken kontinuierlich was bis zur Austrocknung führen könnte die Auswirkungen für Flora und Fauna aber auch für den Tourismus werden beachtlich.

6. Alleine EU weit gelangen täglich gelangen 180 gefüllte Müllfahrzeuge mit Plastik ins Meer. Mehr als 100 Kilogramm Kunststoff gelangen jeden Tag aus Österreich über die Donau ins Schwarze Meer.

7. Bienen verlieren durch Pestizide ihre Orientierung und finden nicht mehr in den Bienenstock zurück oder werden durch die Spritzmittel getötet. In Österreich ist die Zahl der Honigbienenvölker von 1995 bis 2015 um 25 Prozent gefallen - das sind über 100.000 Bienenvölker!

8. Bestenfalls 20% des Volumens der österreichischen Gletscher bleiben bis Ende des 21. Jahrhunderts, jedoch wird ein gänzliches Abschmelzen nicht ausgeschlossen, sofern wir die Treibhausgase nicht reduzieren.

9. Mit abnehmenden Niederschlägen kann es zu Trockenstress für Pflanzen und Tiere kommen und Starkregen fördert die Bodenerosion.

10. Die Bodenfruchtbarkeit, die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität und der Humusabbau können durch den Klimawandel beeinträchtigt werden. Dies führt zu erhöhten Treibhausgas-Emissionen aus dem Boden.

10 Anpassungsmöglichkeiten:

  1. Ökologisch verträglicher Konsum und nur zu kaufen was benötigt wird vermindert die Ausbeutung der Natur.

  2. Durch den Kauf von österreichischem Fisch oder zertifiziertem Fisch und Meeresfrüchten (MSC/ ASC Gütesiegel) werden die Fischbestände geschützt.

  3. Extremwetterereignisse wie Starkwinde zeigen, dass Klimaschutz auch den Schutz der Wälder bedeutet.

  4. Intakte Waldökosysteme sind die Basis für eine intakte Umwelt. Recycling, längere Nutzung der Produkte und ein wertschätzender Umgang mit Holz vermindern den Holzverbrauch und reduzieren die forstwirtschaftliche Nutzungsintensität.

  5. Dem Klimawandel auf allen Ebenen, persönlich und politisch, entgegenzuwirken kann den Neusiedlersee schützen.

  6. Plastik gelangt u.a. durch Fischfangnetze, Reifenabrieb, Mikroplastik aus Kosmetik und Wäsche, Müll vom Strand oder von Schiffen ins Wasser. Weniger Verkehr, plastikfreie Waschmittel und Kosmetik und Müll entsorgen sind wichtige Mittel gegen Plastikmüll.

  7. Der Kauf von österreichischem Honig unterstützt die heimischen Imker bei ihrer wichtigen Arbeit. Bio Lebensmittel kaufen bedeutet einen Rückgang der Pestizide in der Umwelt. Den Garten /Balkon bienenfreundlich zu gestalten sieht schön aus und gibt vielen Insekten einen Lebensraum.

  8. Eine Verhaltensänderung zur Reduktion des Verbrauchs an Ressourcen ist ein Schritt für die Minderung der Treibhausgas-Emissionen. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren müssen Strategien für die Anpassung überlegt werden.

  9. Durch den Klimawandel werden hohe Schäden durch Extremwetterereignisse anfallen und es wird einen Verlust von einzigartigen Lebensräumen geben. Deshalb gehörten Hindernisse auf institutioneller, wirtschaftlicher und persönlicher Ebene durch Information und Wissensverbreitung abgebaut.

  10. Der Verlust der Grundlage für Landwirtschaft, ein gesunder Boden, hätte enorme Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit. Somit sind Bodenschutz und Klimaschutz miteinander eng verbunden.