Das Projekt

KlimaAlps - um was geht es?

Klimawandel im Alpenraum ist ein intensiv beforschtes Gebiet, das auch in den Medien seit Jahren zum festen Bestandteil der Berichterstattung gehört. Die Verunsicherung der Bevölkerung im Umgang mit der vielfältigen Thematik und ihren Wechselwirkungen ist groß, begründet dadurch, dass tatsächliche Auswirkungen des Klimawandels von den meisten Menschen im Alltag nach wie vor unerkannt – sprich unsichtbar – bleiben.

Die Wissenschaft legt zunehmend die bereits jetzt sichtbaren Veränderungen in der Natur offen. KlimaAlps möchte diese Sichtbarmachung des Klimawandels „vor der Haustüre“ auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Während die Wissenschaft Mitigations-, Adaptions- u. Transformationsmaßnahmen einfordert, will KlimaAlps die Potenziale zum Klimaschutz eines Jeden wecken und wirksam werden lassen.

Durch Bewusstseinsbildung und Aufklärung in Theorie und Praxis soll mittels bewussten Sehens des Klimawandels zur individuellen Veränderung des Verhaltens im täglichen Leben führen.

Hierzu werden drei Instrumente erarbeitet und etabliert:

KlimaPädagoge

Im Laufe des Projekts wird eine KlimapädagogInnenausbildung entwickelt. Zielgruppen sind Umwelt-/NaturpädagogInnen und Multiplikatoren. Mach Abschluss der Ausbildung sollen diese den Klimawandel in unserer Region erlebbar und sichtbar machen können und Handlungsoptionen aufzeigen. Zwei Pilotläufe der Ausbildung werden im nächsten Jahr (2021) durchgeführt werden. Sie dienen der Evaluierung und Verbesserung der Ausbildung, die dann ab 2022 regulär angeboten werden wird.

KlimaTope

KlimaTope sind Orte, an denen der Klimawandel sichtbar gemacht werden kann. Sie bieten sich als Exkursionsraum für von KlimapädagogInnen geführten Gruppen ebenso an wie für das eigenständige Erkungen durch interessierte BesucherInnen. Ursachen und Folgen des Klimwandels und Anpassungsmaßnahmen an diesen werden hier mit unterschiedlichen Mitteln aufgezeigt und können aktiv erkundet werden.

Zusätzlich zu den KlimaTopen wird im Projekt eine Wanderausstellung entwickelt, die aufzeigt, wo der Klimawandel in unserer Heimat bereits wirksam ist.

KlimaAlps - Netzwerk

Nur gemeinsam können wir unser Zeil erreichen - dafür bauen wir das KlimaAlps Netzwerk zwischen Wissenschaft – Bildung – politischen Entscheidungsträgern und regionalen Umsetzern auf.

Die Vernetzung der relevanten Akteure führt zu einer Stärkung der Wahrnehmung des Themas und des Wissenstransfers Forschung-Bildung. Über das Netzwerk werden Know-How und Erfahrung der Ateure in der Projektregion gebündelt und in die Umsetzung des Projekts eingebracht. Steter Austausch bildet alle Akteure themenspezifisch weiter. Bereits vorhandene Themenwege und Angebote werden in der interaktiven KlimaAlps Karte integriert und somit sichtbar gemacht.


KlimaAlps baut auf dem EU-geförderten Vorgängerprojekt KlimaPädagoge auf, das den Bedarf an Klimawandelbildung und an verstärktem Wissenstransfer von Wissenschaft zu Bildung im Bayerischen Oberland und Nordtirol erhebt. Mehr Infos zum Vorprojekt finden Sie hier.

Ziele von KlimaAlps

  • Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zum Klimawandel

  • Steigerung des Wissenstransfers Wissenschaft - Bildung im Themenbereich des Klimawandels

  • Aufbau und Pflege eines langfristigen Netzwerks zwischen Wissenschaft – Bildung – polit. Entscheidungsträgern/ Regionalen Umsetzern

Projektdaten

Laufzeit: 01.07.2019 – 30.06.2022

Förderprogramm: INTERREG V-A Österreich-Bayern 2014-2020, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Projektnummer: AB248

Gesamtkosten: 821.880,76 €

EFRE Fördersumme: 616.410,57 €

Die drei Bausteine des Projekts